Informationen zum aktuellen Stand der Verkehrsplanung

Der Verkehr in Pfaffenhofen nimmt seit Jahren immer mehr zu. Das zeigen Verkehrszählungen und das erlebt jeder, der zu Stoßzeiten in der Innenstadt unterwegs ist. Um einer weiteren Zunahme der Verkehrsbelastung entgegenzuwirken, arbeitet die Stadt Pfaffenhofen an einem Verkehrsentwicklungsplan, der parallel zum neuen Flächennutzungsplan entsteht. Verschiedene Fachplaner, aber auch viele Bürger haben daran bereits mitgewirkt. Ein erklärtes Ziel der künftigen Verkehrsplanung ist es, den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt herauszuhalten. Immerhin sind das rund 6.000 Fahrzeuge, die den Hauptplatz tagtäglich lediglich als Abkürzung benutzen.

Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es verschiedene mögliche Maßnahmen und Varianten. Den aktuellen Stand der Überlegungen und Planungen stellten Bürgermeister Thomas Herker, Stadtbaumeister Gerald Baumann und die beteiligten Fachplaner am Mittwoch, 7. Februar, beim PAF und DU-Informationsabend im Festsaal des Rathauses vor. Am 22. Februar wird sich der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Dann wird sich zeigen, welche Variante das Gremium bevorzugt und ob der im November gefasste Beschluss, die Durchfahrt auf dem Hauptplatz zu sperren, zeitnah weiter verfolgt oder dem Prozess der Verkehrsverlagerung mehr Zeit gegeben wird.

„Wenn wir nichts tun, nimmt der Verkehr weiter zu“, betonte Bürgermeister Thomas Herker mit Blick auf bestehende Analysen und Experten-Prognosen. Um proaktiv tätig zu werden, gibt es ein umfangreiches Maßnahmenkonzept, zu dem neben der Verkehrsberuhigung in den Zufahrtstraßen auch die Förderung der Radinfrastruktur sowie eine Neukonzipierung des Stadtbusverkehrs eine wichtige Rolle spielen.

Der Durchgangsverkehr soll von innen nach außen verlagert werden: von den radialen Zufahrtstraßen auf die Anton-Schranz- und die Schrobenhausener Straße sowie vom Hauptplatz auf den Altstadtring.

Die Verkehrsberuhigung am Hauptplatz ist bereits seit vielen Jahren ein oft diskutiertes Thema in Pfaffenhofen, und verschiedenste Überlegungen und Varianten hat es dazu schon gegeben. Die aktuelle Planung präsentierte Stadtbaumeister Gerald Baumann. Verschiedene Visualisierungen verdeutlichten, wie der verkehrsberuhigte Hauptplatz aussehen könnte, wo die Fußgängerzone, die Parkplätze, der Verkehr situiert sein könnten und wie man eventuell eine Sperrung realisieren könnte. Dabei wurde auch eine deutliche Aufwertung der Aufenthaltsqualität durch weitere Sitzbereiche, mehr Bäume usw. aufgezeigt.

Eine mögliche Zeitschiene fasste abschließend das von der Verwaltung vorgeschlagene weitere Vorgehen anschaulich zusammen:

– 2018 könnten erste verkehrsberuhigende Maßnahmen an den Zufahrtstraßen in Gang gesetzt werden, wie z. B. ein Minikreisverkehr an der evangelischen Kirche und an der Hohenwarter Straße in Höhe der Schirmbeckstraße, Poller an der Schlachthof-/Grabmeirstraße und ein Fahrradstreifen an der Scheyerer Straße.

– 2019 könnten weitere Maßnahmen folgen, wie die Planung eines verkehrsberuhigten Geschäftsbereiches an der Münchener Straße, eine abknickende Vorfahrt mit Fußgängerampel an der Hohenwarter-/Anton-Schranz-Straße und die Installierung von zwei weiteren Fußgängerampeln im Verlauf der Hohenwarter Straße.

– 2020 könnte schließlich die Umgestaltung des Hauptplatzes in Angriff genommen werden und die Frauenstraße hinter dem Rathaus könnte gesperrt werden.

– 2021 sollen die begonnenen verkehrsberuhigenden Maßnahmen zum Abschluss kommen.

 


Aktuelle Interviews und Meinungen zum Thema auch im laufenden Programm von Radio Ilmwelle.
Einen ausführlichen Bericht gibt es heute (Do. 08.02.) im Ilmwelle-Feierabend ab 15 Uhr!


Die komplette Präsentation der gestrigen Informationsveranstaltung finden Sie hier zum Downloaden: Verkehrskonzept_20180207

Einen Live-Mitschnitt der Veranstaltung im Rathaus finden Sie im Archiv der Stadt Pfaffenhofen unter http://www.pfaffenhofen.de/archivplayer/